FAQ: Häufig gestellte Fragen

Was sind eigentlich diese Sozialunternehmen?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Unternehmen steht bei Sozialunternehmen nicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund, sondern die soziale Aufgabe. Neben den großen Sozialunternehmen, wie etwa der Caritas oder dem Diakonischen Werk, gibt es viele Unternehmen und Vereine, die sich einer sozialen Mission verpflichtet haben. Das Spektrum reicht von der Jugendbetreuung, über Sozialberatung von benachteiligten Menschen bis hin zu Betrieben, die im Gesundheitswesen tätig sind. Gerade in Zeiten klammer Kassen sind Städte und Gemeinden auf ehrenamtliche Unterstützung und Professionalisierung von bestehenden Strukturen angewiesen. Sozialunternehmen leisten einen wichtigen Beitrag in unserer Gesellschaft. Sie sind heute eine feste, tragende Säule in jeder Kommune. Sie fördern und integrieren, sie pflegen und helfen, sie stärken in ihrem Umfeld andere Menschen, unabhängig von Konfession, Alter oder Geschlecht und schaffen auf ihre Art und Weise Identität und Zusammenhalt.

Wie unterscheidet sich der soziale Unternehmer von dem klassischen Unternehmer?

Die Gesetze der Marktwirtschaft gelten genauso für Sozialunternehmen wie für den klassischen Unternehmer. Ein ganz wesentlicher Unterschied sind die Menschen die sich im Bereich ‚Social Business‘ engagieren, an erster Stelle steht bei Ihnen hierbei ihre soziale Idee zu realisieren und nicht unbedingt nur gewinnorientiert arbeiten. Daher ist der erste und richtige Ansatz die Menschen dabei zu unterstützen eine funktionierendes Businessmodell zu haben und im nächsten Schritt dann nach der Finanzierung zu schauen. Hinzu kommt das die Rechtslage für Sozialunternehmer besonders bei dem heutigen Gemeinnützigkeitsrecht nicht motivierend genug ist. Hierzu suchen wir den Dialog mit der Politik um auf das Potential der Sozialunternehmen aufmerksam zu machen und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu verbessern.

Funktionieren Sozialunternehmen anders als ‚klassische‘ Unternehmen?

Wenn das Unternehmen ganz „normal“ am Markt agiert und sich bspw. nur durch eine andere Ethik auszeichnet, dann gibt es rechtlich und steuerlich keinen Unterschied. Strebt das Unternehmen aber einen gemeinnützigen Status an, dann gibt es erhebliche Unterschiede. Häufig ist der Status der Gemeinnützigkeit auch Voraussetzung, um überhaupt Leistungen für öffentliche Institutionen erbringen zu können.

Unter dem Gemeinnützigkeitsrecht versteht man alle Gesetze, die gemeinnützige Organisationen betreffen. d. h. es gibt kein in sich geschlossenes Gemeinnützigkeitsrecht, sondern mehrere Rechtsgrundlagen hierfür, v.a.: Abgabenordnung (AO) Umsatzsteuergesetz (UStG)

Wie sehen wir die Entwicklung, die Chancen des Sozialunternehmertums in den kommenden Jahren?

Das soziale Unternehmertum ist ein Wachstumsmarkt und wir gehen davon aus das mehrere Tausend Unternehmen bei richtiger Förderung und Finanzierung unterstützt werden können. Es freut uns sehr das die Europäische Kommission dies nun in einem langfristigen Projekt seit Sommer 2014 angeht und besonders das wir unseren Teil dazu beitragen dürfen.

Welche Produkte bietet das KIZ Kompetenz-Zentrum für ‚Social Business‘ an?

Unser Angebot für Sozialunternehmen finden Sie hier

Wie wichtig ist die Darstellung des Wirkungsgrades (‚social impact‘) für das Sozialunternehmen?

Wie kann ein Sozialunternehmen herausfinden ob es ‚Investment Ready‘ ist, d.h. ob es gewisse Voraussetzungen mitbringt um für einen sozialen Investor interessant zu werden?

Wir entwickelten einen ‚Investment-Readiness-Check‘ bei dem es sich um ein umfassendes Scoring Verfahren handelt. Dieser Check wird für eine analytische Betrachtung von Unternehmen und deren Stärken und Schwächen genutzt. Hierbei wird eroiert inweit ein Sozialunternehmen bereit ist sich einem sozialen Investor vorzustellen.

Was sind genau die Projektschwerpunkte des Projektes ‚ThinkBig‘ der KIZ Sinnova gGmbH, an was forschen wir, was bringen wir ein?

Im Rahmen des EU Projektes liegt der Schwerpunkt auf Finanzierung von Sozialunternehmen und die notwendige Begleitstruktur. Wir kümmern uns mit unserer Nähe zur Basis um die Entwicklung der notwendigen Begleitstruktur, genauer gesagt wir unterstützen den Sozialunternehmer im Bereich Coaching und Business Plan Unterstützung sowie die Vorbereitung sein business für den Sozialen Investor (ob öffentliche Hand oder privater sozialer Investor) attraktiv zu machen.

Hierbei entwickelten wir einen Anforderungskatalog von SI an SE, eine IMM (Impact Measuaring Matrix) die die Leistungen des Sozialunternehmers mit anderen Projekten vergleichbar macht, wie groß ist sein messbarer sozialer Impact, der nicht in Euro sondern in weichen Faktoren gemessen wird.Hinzu kommt eine Internet-Learning Plattform die begleitend den Sozialunternehmer mit Lernmodulen unterstützt.